Zeiten der Unsicherheit

Die COVID-19-Pandemie beschäftigt uns alle. Angst um die Unversehrtheit unserer Liebsten, das Zurechtfinden in einem neuen Alltag, der von Einschränkungen bestimmt ist und die Sorge um die Zukunft schaffen eine kollektive Ausnahmesituation, wie sie wohl noch keiner von uns erlebt hat. Wie schaffen wir es, der Situation gerecht zu werden? Wie können wir unsere Ansprüche, unsere Werte aufrecht erhalten? Wie sollen wir nun unser Leben weiterleben?

Viele dieser Fragen sind noch nicht zu beantworten, sie werden jeden Tag aufs Neue ausgelotet. Als Verantwortliche für eine Reihe von Fortbildungslehrgängen formulieren wir hier, wie wir mit den Herausforderungen als Träger und Kursleiterin umgegangen sind und vielleicht auch künftig weiter umgehen müssen.

Rückblick

Nach Bekanntgabe des Lockdowns stand für uns sofort als greifbares Ziel fest, unsere Kursangebote an Stellen des Machbaren online aufrechtzuerhalten und damit ein Stück Stabilität und Sicherheit in diesen Zeiten der Unsicherheit zu gewähren.

Wir haben uns unverzüglich daran gemacht, der Situation angemessene Alternativangebote zu schaffen, die eine Fortführung der Lehrgänge in Zeiten sozialer Distanz ermöglichen: Wir haben Filme gedreht, Materialien besorgt, Telefon- und Videokonferenzen veranstaltet, Vernetzung und Austausch befördert und (hoffentlich) ein Stück Zuversicht geschaffen. Die Teilnehmenden haben es uns in sehr warmen Worten gedankt. wir danken unseren Kursteilnehmenden für Kooperation und Verständnis.

Die Corona (oder Covid-19) Pandemie ist noch nicht vorüber, auch wenn wir gesellschaftlich bereits über den Schulbetrieb, Kita-Öffnungen und Urlaubsszenarien verhandeln.

Ausblick

Mit Blick in die nähere Zukunft gehen wir davon aus, dass uns die alltäglichen Einschränkungen noch eine ganze Weile beschäftigen werden. Wann die Kursangebote privater Bildungsträger wieder erlaubt sein werden, ist zur Zeit noch ungewiss. – Doch davon ganz unabhängig stellt sich auch die Frage, was die wochenlange Isolation mit uns Menschen anstellt. Wie wird unser Sicherheitsbedürfnis nach Wochen der Unsicherheit aussehen? Wieviel Nähe und wieviel Distanz sind uns wichtig, wenn ein Treffen in Lerngruppen wieder möglich sein wird? Wie möchten wir unsere pädagogische Arbeit fortführen und welche Unterstützung benötigen wir jetzt?

In unseren Fortbildungsangeboten reagieren wir auf die Bedürfnisse, die jetzt neu artikuliert werden.

Unsere Kurse

Wir haben in der Deutschen Montessori Vereinigung einen verlässlichen Partner, der mit uns gemeinsam auf die Herausforderungen der Zeit reagiert. Unsere Kursarbeit kann fortgesetzt werden und nun sind wir vorbereitet.

• Gemeinsam mit der Deutschen Montessori Vereinigung entwickeln wir als Montessori Seminar Hamburg gerade eine Ablaufstruktur, wie wir unsere Vorgehensweise bundesweit standardisiert auch im Namen der DMV in der Krise anbieten können.

• Sobald persönliche Treffen wieder möglich sind, schalten wir unsere laufenden Lehrgänge wieder in einen „Normalbetrieb“.

• Für die kommenden Lehrgänge haben wir neue, großzügige Räumlichkeiten zur Verfügung, die je nach Bedürfnis Platz für individuelle Lernumgebungen bieten.

Bei allen Belastungen sollten wir nicht vergessen, dass jede Krise auch ihre Chancen offenbart. Nicht alles geht verloren, vieles Neue kommt auch hinzu. Lassen sie uns gemeinsam gespannt sein auf, das, was kommt und mit Zuversicht in die Zukunft schreiten.

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns auf Begegnungen: online oder in der realen Welt, herzliche Grüße

Sönke Held und Tanja Pütz