Schreibtischgespräche

Prof. Dr. Tanja Pütz | gemalt von ihrer Tochter

Pädagogische Praxis lebt von Inspiration. Schreibtischgespräche ist ein Ideen-Podcast. Maler laden gelegentlich zum Atelierbesuch ein, Musiker in den Proberaum. Wissenschaftler tauschen sich mit Ihren Perspektiven aus und denken gemeinsam. Zu solchen Gesprächen lade ich in meinem Podcast herzlich ein. Die dabei entstehenden  Schreibtischgespräche  sind kein abschließendes Produkt, sondern bleiben im Unfertigen. Sie sind Skizzen des Denkens: Gespräche mit Menschen, die in Gesellschaft wirken.

Paula Bleckmann

Prof. Dr. Tanja Pütz im Gespräch mit Prof. Dr. Paula Bleckmann | September 2020

Ein Schreibtischgespräch mit Prof. Dr. Paula Bleckmann (Jahrgang 1972) – Professorin für Medienpädagogik. Im Hause Weizäcker aufgewachsen ist sie vertraut mit dem Diskurs um Mündigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Ihre Studien zur Medienmündigkeit sind anregend und lassen Menschen, die mit Kindern arbeiten, aufhorchen: was brauchen Kinder wirklich, um eine Medienkompetenz aufzubauen? Das Schreibtischgespräch mit Paula liefert Ideen, Lernen pädagogisch anzuregen und gerade in der Pandemie im Selbsttest zu erfahren: Bildung braucht Echtheit! 

Gerald Hüther

Prof. Dr. Tanja Pütz im Gespräch mit Prof. Dr. Gerald Hüther | Februar 2021

Ein Schreibtischgespräch mit Prof. Dr. Gerald Hüther (Jahrgang 1951) – Professor für Neurobiologie. Seine Bücher und Projekte schaffen Verbindungen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Gesellschaftsthemen und persönlichem Leben. Die Entfaltung menschlicher Potentiale sieht er als pädagogische Aufgabe. Unerschrocken thematisiert er die großen Themen wie Liebe, Angst, Würde, Trauma und Stress und führt damit pädagogische Diskurse an, die das 21. Jahrhundert prägen. In dem Schreibtischgespräch mit Gerald spreche ich mit ihm darüben, was uns Menschen stützt: Bildung braucht Ideale!

Kübra Gümüşay

Prof. Dr. Tanja Pütz im Gespräch mit Kübra Gümüşay | April 2021

Ein Schreibtischgespräch mit Kübra Gümüşay (Jahrgang 1988) – Journalistin, Autorin und eine einflussreiche politische Aktivistin. Ihr Buch „Sprache und Sein“ ist für mich ein gesellschaftlich relevantes und pädagogisches Buch, ein Appell und eine Hoffnung zugleich. Sprache braucht Sensibilität und ist der Ausdruck unseres Wandels. (Offensichtlich war ich so aufgeregt bei der Aufnahme, dass ich mich selbst als Erziehungswissenschaftler 😉 bezeichnet habe.)  Kübra engagiert sich für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe und regt an, unsere Sprache als Motor geistiger Entwicklung zu pflegen, zu reflektieren und anzureichern mit feinsinniger Menschlichkeit. Sie legt sprachlich frei, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden. Wir sprechen über das Sprechen, auch in pädagogischen Zusammenhängen, und regen an, die eigene Sprache kritisch zu reflektieren. In unserer Gesellschaft braucht es Sprachvorbilder für nachwachsende Generationen, um in einer Zeit, die immer konfrontativer und hasserfüllter wird, das wahre Gespräch aufrecht zu erhalten, denn: Bildung braucht Begegnung!